(cs) Sprachwissenschaftler haben herausgefunden, dass der breite Küstendialekt weltweit ein ziemliches Phänomen ist. Das lange „e“, wie zum Beispiel „Was geeeht?“ dehnt sich im ägyptischen Alexandria genau wie hier in Rostock an der Mecklenburger Ostseeküste. Der Grund dafür sei die schwierige Verständigung über die Lautstärke vom Windgebraus und dem Wasser für die Fischer von damals. Gegen so einen starken Sturm ziehen sie die Worte so lange in die Länge, bis sie an das Ohr des im anderen Boot sitzenden Kollegen reichen – so dass man sich gegenseitig nun endlich versteht. So also auch wissenschaftlich bestätigt, ist der norddeutsche Slang beispielsweise auch als punkmusikalisches Stilmittel in der Musikszene in Rostock vertreten.
Eine absolute Punklegende sind »Dritte Wahl« (www.dritte-wahl.de). Ihr aktuelles Album heißt »Fortschritt«. Die ebenso traditionsreiche Hardcoreband »Crushing Caspars« (http://www.crushingcaspars.de/) machen eine inkorrekte Mixtur aus Oldschool Hardcore, Punkrock & brüllendem Rock’n'Roll. Selbst bezeichnen sie es als Baltic Sea Hardcore. Baltic Sea Hardcore, weil er all die Emotionen wiederspiegelt, die sie umgeben. »Mainpoint« ist ein Quartett und macht vor allem Gothic Rock Metal. Diese drei Bands zusammen bilden die so genannte „Rostock Family“ und sind außerdem ein kumpeliger Bandverbund, der den „harten Kern“ der wohl genannten Rostocker Musikszene bildet.
Die Band »Berluc« (www.berluc.de), in welcher auch der Altrocker Dietmar Ränker spielt zählen wohl auch zu einer der bekanntesten Bands aus Rostock. Sie rocken und touren seit 1987 durch Deutschland. Hits der Deutschrocker sind vor allem „Hallo Erde hier ist Alpha“, „Glaube an dich“, „Die Erde lebt“ und „No Bomb“.
Zu weiteren Bands zählen die »Tricky Lobsters« (www.trickylobsters.de), welche ihren Stil als „Strong Urban Rock´n´Roll“ bezeichnen. Die Band »Injustice« produziert Hardcore, Metal und Melodramatic Popular Song. Die Rock-Musiker »Plain« (www.plain-online.de)stellen ihre eigene Richtung als „leidenschaftlicher, ehrlicher und moderner Rock aus Rostock, mit melancholischen, emotions geladenen sowie brachialen Vocals und Gitarrengriffs“ dar.
Die »maybecakes« (www.maybecakes.de), also Vielleichtkuchen bieten einen originellen Musikstil aus „alternativem Rock mit Funk, Ska, Punk und Pop”. Die Musik von »Emergenz« (www.emergenz.de) ist stark von Depeche Mode geprägt. Leider hat es zwei der drei Bandmitglieder im vergangenen Jahr aus beruflichen Gründen nach Halle verschlagen. Doch auf ihrer Seite kündigen sie schon das nächste Konzert in Rostock an.
Dies war ein kleiner Einblick in das Leben der Rostocker Bands. Wie groß die Zahl der musizierenden Rostocker Bands tatsächlich ist, weiß wohl niemand so ganz genau, da die Bands ja in den unterschiedlichsten Musikrichtungen mehr oder weniger erfolgreich sind. Aber zumindest kann man zurzeit weit mehr als 50 Bands im Internet finden, wozu dann auch die »The Crazy Boys« (www.the-crazy-boys.de – Freunde der 50er Jahre und deren Rock´n´Roll Musik), »Jackbeat« (www.jackbeat.net – lassen den Sound alter Songs von den Beatles, Searchers und der früheren Stones mit elektrisierendem Leben der 60er Jahre entstehen) und der »Long Hair Blues Companie« (www.lhbc.de.vu – originelle Mischung aus traditionellem Blues, Funk & Soul und Rock).
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Hi, Super-Artikel! Ich wußte gar nicht, dass Berluc eine Rostocker Band ist, dachte, Berluc wäre die Abkürzung von Berlin-Luckenwalde, d.h. die kommen aus Berlin …
Wikipedia:
“Der Name ergab sich aus den Herkunftsstädten der Gründungsmitglieder: Berlin und Luckenwalde.”
Auf der Website der Band ist eine Rostocker Adresse angegeben, anscheinend ist Dietmar Ränker irgendwann nach Rostock gezogen.
Ob das jetzt in die Kategorie “Bands aus Rostock” fällt, wäre zu diskutieren…
ubi bene, ibi patria (wo es mir gut geht, da ist meine Heimat)!
Hallo, da bin ich mal wieder. Also meines Wissens nach, tourt Berluc schon vor 1987 erst durch die damalige DDR und jetzt vielleicht deutschlandweit. Ich glaube zumindest, dass ich Berluc live Anfang der 80er im damaligen Kurhaus Warnemünde erlebt habe. Und das war für einen Rockfan, na sagen wir mal, annehmbar. Wer viel mehr hier in Rostock bekannt war, war die Gruppe “Transit”. Der Sänger konnte so perfekt Udo Lindenberg imitieren, da haben die Säle nur so getobt. Im Studentenkeller in der jetzigen St. Georg-Str. zum Fasching haben wir stundenlang die Lindenberg-Titel mitgesungen und die “Andrea Doria” ist mindestens fünfmal am Abend gesunken. Inzwischen sollen sie (die Gruppe) wieder aktiv sein und wer mehr wissen möchte (ich will den Google-Beitrag nicht einfach abschreiben) kann gern mal da nachschauen.
Es ist wirklich mal interessant eine Auswahl an Rostocker Bands auf einem Haufen zu sehen. Nur finde ich es sehr schade, dass die meisten Bands ihre Lieder auf englisch singen. Wo bleibt da der gute alte Deutschrock?