Der viel geschmähte Winter, der doch letztlich eigentlich nur er selber ist und eben einfach als Winter daher kommt, ist doch wunderbar geeignet, die Vorzüge des Internets so richtig zu beleuchten. Wo kann man sich besser über Zugverspätungen und Schulausfall informieren als dort? Überlastete Leitungen, überforderte Servicemitarbeiter, überbesorgte Kunden – alles Schnee von gestern (20 cm. Neuschnee angekündigt …)!
Natürlich nur solange, wie Strom vorhanden und die Leitung nach draußen heiß ist. Dieser GAU ist aber bisher noch nicht eingetreten. So kann man es sich vor dem plattformunabhängigen Computer so recht gemütlich machen und sich verwandt fühlen mit den Seelen im australischen outback oder im finnischen Sumpf. Denn was dort lange Strecken überwindet, die einen shopping- oder Schulbesuch erschweren, liefert hier den digitalen bypass für zwar kurze, aber kaum passierbare Wege. Und so darf man sich freuen, dass die Schule dank Internet und Lernplattform auch den Zugang zu elterlichen Wohnung und kindlichen Computern findet. An unserer Schule macht es lo-net2 möglich – nicht besonders attraktiv (um das Wort sexy zu vermeiden), aber beherrschbar (vielleicht auch der Grund, warum so richtig schöne Menschen immer allein bleiben müssen?). Einen Zugang haben jeder Lehrer und jeder Schüler zumindest theoretisch – da sollte man doch auch bei schwierigster Witterung zueinander finden können?
Als Daisy über Nordeutschland hinweg tobte und am 12.1. die Schule ausfiel, haben immer hin sechs Schüler von 23 sich der gestellten Aufgaben angenommen.
Die spaßeshalber aufgenommene Videobotschaft bei youtube wurde von vier Schülern angesehen (inzwischen sind es ca. 100, die das aber eher als karnevalistischen Beitrag verstanden haben dürften).Schade eigentlich, dass die wirklich produktiven Seiten des Internets mitunter weniger gesehen und genutzt werden … (wollen?).
Woran das wohl liegen mag?